Alter Silvester

Wo der wahrhaftige Ursprung des Silvesterklausens liegt, ist recht schwer zu ergründen. Es gibt dafür verschiedene Theorien, auf die wir hier nicht näher eintreten möchten. Viel mehr geht es darum, den Brauch, der besonders in den letzten Jahren eine sehr positive Entwicklung erfahren hat, in der jetzigen Form kurz zu beschreiben. Wir unterscheiden „schöni“, „wüeschti“ und „schöwüeschti“ Silvesterkläuse.

Schöni Chläus

Am attraktivsten sind sicher die schönen Kläuse mit ihren kunstvoll gestalteten Hauben und Hüten. In der Regel sind die Motive auf den Kopfbedeckungen unter ein Thema, wie Alpfahrt oder Viehschau gestellt. In minutiöser Kleinarbeit sind die Darstellungen bis ins kleinste Detail ausgearbeitet.

Schö - wüeschti

Die wüsten Kläuse sehen furchterregend aus. Ihre Kleidungen sind aus Materialien vom Wald oder aus dem Feld hergestellt und oft tragen sie grässliche Masken.

Wüeschti Chläus

Die schönwüsten Kläuse wiederum tragen ebenfalls Kleidungen, die aus Waldmaterialien hergestellt sind. So sind zum Beispiel die Schuppen von Tannzapfen zu präzis gestalteten Figuren aufgeklebt.

Warum wird aber in Urnäsch der Silvester am 13. Januar gefeiert?

Im Jahre 46 v.Chr. führte Kaiser Julius Cäsar den julianischen Kalender ein. Dieser war aber gegenüber dem Sonnenjahr ein paar Minuten zu lang. 1582 korrigierte Papst Gregor diese Abweichung, die damals 13 Tage betrug. Appenzell Ausserroden fügte sich diesem Kalenderwechsel erst im Zusammenhang mit dem Einfluss der Franzosen im Jahr 1798.

Und die Kläuse in Urnäsch und in Waldstatt feiern Silvester eben immer noch nach dem julianischen Kalender!